Weil am Rhein Wissenswerte Details beleuchtet

Die Bilder wurden genau in Augenschein genommen. Foto: Weiler Zeitung

„Es gab viele schöne Gespräche, die durch die Ausstellung angeregt wurden“, freute sich Volker Hentschel, zweiter Vorsitzender des Stadtteilvereins über die Resonanz zum Themennachmittag „Friedlingen – früher und heute“, der am Samstag auf dem Areal der Rheinschule und dem Kulturzentrum Kesselhaus veranstaltet wurde.

Von Daniela Buch

Weil am Rhein. „Friedlingen hat sich von einem Fabrikstandort in einen urbanen Stadtteil entwickelt“, stellte Oberbürgermeister Wolfgang Dietz bei der Eröffnung der Veranstaltung fest. Es sei ein lebendiger Stadtteil, in dem sich viel verändere. „Ich bin dem Stadtteilverein dankbar, dass er dieses Thema aufgreift.“

Vorsitzende Gabriele Moll dankte allen Unterstützern und Mitwirkenden, durch deren Beteiligung der Nachmittag ermöglicht wurde. „Friedlingen ist ein lebenswerter Stadtteil“, zog sie als Fazit der gesammelten Eindrücke, und warb dafür, sich im Stadtteilverein zu engagieren.

Zentraler Mittelpunkt war die Ausstellung im Foyer der Rheinschule, mit Zeitungsberichten ab 1952 bis in die Gegenwart, zahlreichen alten Karten und Luftperspektiven, Bildern aus der Ära der Textilindustrie, vom Hafenbau, vom einstigen Fährbetrieb, der Wohnbebauung und dem Geschäftsleben. Dazu die historische Abhandlung und Sammlung alter Stiche, die der verstorbene Alt-Gemeinderat Dieter Buchheimer über die Ursprünge des Stadtteils verfasst und zusammengetragen hatte.

Eine Wand war der 1910 erbauten Rheinschule und ihrem im Jahre 2010 gefeierten Jubiläum gewidmet. „Es ist ein tolles Zeichen, wenn der Stadtteilverein eine Veranstaltung in der Rheinschule macht, die sich im Laufe von Jahrhunderten mit dem Stadtteil verändert und an ihn angepasst hat“, fand Schulleiter Bernhard Nopper. Das Schulgebäude als solches sei bezeichnend für den Themennachmittag: „Ein Teil ist mehr als 100 Jahre alt, ein weiterer Teil stammt aus den 60er Jahren, und der dritte Teil ist der neue Anbau.“

Erläuterungen zu den Bildern gaben die Mitglieder des Stadtteilvereins und ortskundige, alteingesessene Friedlinger im direkten Gespräch und Austausch. In der Rolle als Chronistin war außerdem Angelika Schilling auf dem gesamten Areal unterwegs, ermunterte die Besucher zum neugierigen Nachfragen und beleuchtete wissenswerte Details.

Verlängert wurde die Ausstellung ins gegenüberliegende Kulturzentrum Kesselhaus mit Museum, Kulturcafé und Ateliers und den Räumen der Volkshochschule. Dort wurden „bewegte Bilder“ anhand von Fotoshows und Filmaufnahmen gezeigt: Rolf Frei beschäftigte sich mit der Gegenwart, der Kunst im öffentlichen Raum und architektonischen Besonderheiten. Michael Sesiani steuerte Bilder aus den 50er und 60er Jahren bei, und Dieter Zöbelin dokumentierte in seinen Filmen den Bau der Dreiländerbrücke und der Tramlinie sowie die Historie vom ausgehenden Mittelalter bis zum Jahr 2000, in dem noch die vielen kleinen Läden zu sehen waren, die vor noch einem Jahrzehnt links und rechts der Hauptstraße den täglichen Bedarf abdeckten und heute verschwunden sind – weitgehend ersetzt durch Bars, Wett- und Spielbüros.

Am Abend luden noch die Kesselhaus-Künstler zur Ateliernacht ein.

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