Wittlingen Als Überraschung ein Startrompeter

Wittlingen - Ein großes Anliegen beim Neujahrsempfang war Bürgermeister Michael Herr der anstehende Wahltermin am 26. Mai für das Europäische Parlament, den Kreistag sowie die Gemeinde- und Ortschaftsräte. „Gehen Sie wählen, bewerben Sie sich um ein Mandat und zeigen Sie mit Ihrem Verhalten Flagge für eine lebendige Demokratie, überlassen Sie nicht Schreihälsen und Populisten das Feld“, forderte er die vielen Gäste auf.

2018 beschäftigte die Gemeinde die lange Trockenheit, der Neubau des Wasserhochbehälters mit gesteigertem Fassungsvermögen habe sich bereits bezahlt gemacht, fuhr Herr fort.

Kritisch sehe der Gemeinderat die Bestrebungen, das Kandertal im Zuge einer Reaktivierung der Kandertalbahn flächig zu besiedeln. Naturräume, Kulturlandschaften und Ökosysteme müssten erhalten werden, meinte Herr.

Zwei große Unwetter habe die Gemeinde 2018 dank der Pflege der Entwässerungsgräben und des Einsatzes der Feuerwehr gut überstanden, berichtete der Rathauschef und sorgte für Gelächter, als er daran erinnerte, dass Presseberichte, die die Idee zur „Sandsackbevorratung in Wittlingen“ aufgriffen, überregional Bürger dazu bewegten, Bestellungen in Wittlingen aufgeben zu wollen.

Trotz erheblicher Belastungen, etwa durch Kauf und Herrichtung des „Hirschen“ zum Flüchtlingswohnheim, habe es die Gemeine geschafft, wieder Geld im Haushalt zurückzulegen und Investitionen auf den Weg zu bringen. Dass man weder vom Land noch vom Bund Zuschüsse für den 130 000 Euro teuren Umbau der Flüchtlingsunterkunft bekommen habe, sei ernüchternd, stellte Herr fest. Ein Tiefpunkt, auch in Sachen Vertrauen, war der Zerstörungslauf eines Flüchtlings im September, bei dem die Gemeinde auf den Schäden sitzen blieb. Aktuell leben noch sechs Flüchtlinge in der Unterkunft, um die sich Hausmanager Peter Levai, Handwerksmeister Jürgen Schäuble sowie Rosemarie Schäuble und Brigitte Kleine-Winzer kümmern.

Das Weingut Ernst feierte 2018 sein 25-jähriges Bestehen.

Die Betriebserlaubnis für die Betreuung der Kinder unter drei Jahre ist eingegangen. Somit können die umgestalteten Räume in der Grundschule nun genutzt werden. Die Sanierung der Toilettenanlage in der Halle hat begonnen, ebenso wurde die Errichtung der Bushaltestelle für die neue Linie 54 in Auftrag gegeben.

2019 werde es Baustellen im Ort geben – 80 Schächte und Kanalabschnitte werden instandgesetzt. Dazu wird im ausgehenden Frühjahr die Kreisstraße 134 saniert. „Das werden wir nutzen, um Schieber und Hydranten zu erneuern“, bemerkte Herr. Zusätzlich steht die Errichtung eines Parkplatzes für den FC Wittlingen an.

Ob die eigentlich schon für 2018 geplante Glasfaserleitung nun 2019 gelegt wird, darauf wollte sich Herr nicht festlegen. An der Kandertal-straße 3 tue sich bautechnisch außer der „Errichtung eines Bauwerbeschilds“ nach wie vor nichts, kommentierte Herr trocken, dafür werde erfreulicherweise gegenüber, an der Kandertalstraße 2, ein Mietwohngebäude errichtet.

Die Kontakte mit Wittlingen-Bad Urach seien nach wie vor sehr lebendig, berichtete der Bürgermeister. Mit dem plötzlichen Tod von Ehrenbürger Konrad Hölz aus Wittlingen-Urach habe man einen Freund und Gönner verloren.

Unter den Wittlinger Verstorbenen war Karl Bürgin, der 18 Jahre lang Gemeinderat und Mitglied der Feuerwehr war. Neun Neubürger gibt es – drei Mädchen und sechs Jungen – die Einwohnerzahl steht damit bei 945.

23 Männer sind in der Aktivwehr, die Jugendwehr besteht aus 13 Jungen und Mädchen. Neun Einsätze wurden 2018 gefahren. Die Feuerwehr stellt unter anderem den Maibaum und lädt zu monatlichen Stammtischen ein. Der Erste-Hilfe-Kurs sei stark nachgefragt, sagte Herr.

Ehrenamtlich engagieren sich für die Senioren Mechthild und Rainer Schöpflin. Herr bedankte sich bei den Verantwortlichen aller Vereine für ihr Engagement, ebenso beim Gemeinderat für die konstruktive Zusammenarbeit.

Der traditionelle Besuch der Sternsinger erfreute die Wittlinger beim Empfang, ebenso wie die tolle Vorstellung des Gesangvereins und – als besondere Überraschung – der Auftritt des Wittlinger Startrompeters Kevin Pabst, begleitet vom Wiener Pianisten Florian Schäfer, die beide mit Swing-Stücken von Max Greger und Bert Kaempfert sowie traditionellem Folk glänzten und denen begeistert applaudiert wurde.

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