Wittlingen Fahrern droht Gefahr, der Gemeinde Ungemach

Die an den Rändern eingebrachte Sandmischung entlang der neu asphaltierten Gemeindeverbindungsstraße ist nach den Juli-Unwettern bereits wieder zentimetertief ausgewaschen. Kies und Sand werden in die Kanalisation gespült. Foto: Jutta Schütz Foto: Weiler Zeitung

Wittlingen (jut). Die Fahrbahnrandbereiche neben der neu asphaltierten Gemeindeverbindungsstraße zwischen Wittlingen und Schallbach im Steigungsbereich oberhalb des ehemaligen Mühlengebäudes sind bereits wieder durch die Starkregenereignisse ausgewaschen. Rad-, Krad- und Autofahrern drohen hier nun Gefahren. In der Gemeinderatssitzung im Juni hatte Bürgermeister Michael Herr bereits angemerkt, dass die Sand-Erdmischung, die das Regierungspräsidium an der Straße an den Rändern hatte aufbringen lassen, nicht sehr haltbar sein würde.

Ist man auf der neu asphaltierten Verbindungsstraße zwischen Wittlingen und Schallbach unterwegs, gilt es, sehr gut aufzupassen. Gerät man im Gefällebereich auf der rechten Fahrbahnseite auf dem Weg nach Wittlingen oberhalb der ehemaligen Wittlinger Mühle über den geteerten Fahrbahnrand hinaus, droht Rad- und Kradfahrern ein Sturz und Autofahrern im schlimmsten Fall ein Achsschaden. Für den Bürgermeister stellt sich hier daher die Frage nach der Gefährdungshaftung.

Nach den Unwettern sind einige Randbereiche neben der Straße teils mehr als zwanzig Zentimeter tief ausgespült. Die Sandschicht hat sich aufgelöst, tiefe Rinnen ziehen sich durch den Seitenstreifen. Sand und Schlamm, Kies und lockere Steine, die sich aus der Randbefestigung gelöst haben, sowie viele Blätter verstopfen Abflüsse und Gullis. Da die Abflüsse dicht sind, sammelt sich das ausgewaschene Erdreich samt Steinen an der Brücke vor der Kander und wird, wenn es erneut regnet, in das Gewässer gespült.

„Das Regierungspräsidium lässt sich nicht mehr blicken, ich habe das Thema zigfach angesprochen und hatte angeregt, dass man die Straßenränder mit Teer angekeilt sichert“, kritisierte Herr. Andere Vorschläge, wie die Straßenränder mit Grasgittersteinen zu sichern, seien nicht zielführend, denn Grasgittersteine verleiten dazu, dass Randbereiche einer Straße verstärkt befahren werden, was diese dauerhaft schädigt. Der Werkhof sei mit Arbeit überlastet und könne nicht ständig die Rinnen reparieren.

„Wird noch mehr Erde ausgewaschen, dann könnten auch die Ränder der neuen Asphaltdecke einbrechen, wenn sie unterspült werden“, konstatierte Herr. Das Material, das von oben herausgewaschen wird, „landet in der Kanalisation, sprich in den Leitungen und die müssen wir dann mit Druck wieder freispülen – das alles kostet Geld“, so der Rathauschef.

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