Wittlingen Produktionshalle sucht neue Mieter

Alexandra Günzschel
Das Logo der Firma Lauer Membran Wassertechnik prangt noch auf der Produktionshalle in Wittlingen. Foto: Alexandra Günzschel

Das ehemalige Firmengelände der Lauer Membran Wassertechnik GmbH an der Speichermatt 9 in Wittlingen soll vermietet werden. Die Firma MSI Gewerbeimmobilien kümmert sich derzeit um die Vermarktung des Areals.

Von Alexandra Günzschel

Wittlingen. „Es handelt sich um ein Gewerbegebiet und das soll es auch bleiben“, betont Michael Wierzbicki, zuständiger Immobilienmakler bei MSI in Freiburg. Denn der Mangel an Gewerbeflächen sei noch viel größer als der an Wohnflächen, macht er deutlich.

Wierzbicki ist optimistisch, dass sich für das Gelände bald eine Lösung finden wird. Rund 2500 Quadratmeter Produktionsfläche und 800 Quadratmeter Bürofläche mit Aufenthaltsbereichen warten derzeit im Wittlinger Gewerbegebiet auf neue Interessenten.

Die Firma Lauer war nicht die erste am Standort. Ursprünglich sei dort die Metallfabrik Albrecht + Lang GmbH ansässig gewesen, so ein Hinweis des Maklers. Lauer, Experte für Wasseraufbereitungssysteme für die Dialyse, wurde im Jahr 2015 von der Firma B. Braun aus Melsungen übernommen, die ebenfalls auf dem Sektor Pharma- und Medizinbedarf tätig ist.

Für das Wittlinger Familienunternehmen mit seinerzeit noch 75 Mitarbeitern änderte sich zunächst nichts. Am Standort wurde normal weiterproduziert. Doch schließlich kam es doch zur Verlegung von Firmenzweigen nach Melsungen. Das endgültige Aus für den Standort Wittlingen war etwa Mitte 2020 besiegelt.

„Es steht nicht das gesamte Gelände leer. Ein Teil der Produktionshallen ist vermietet“, sagt Wierzbicki. Auch gebe es regelmäßig Interessenten. Jedoch sei es bei speziellen Immobilien wie dieser nicht immer einfach, den richtigen Nachmieter zu finden. Hinzu komme die weltwirtschaftlich schwierige Lage durch die Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg.

Dennoch ist der Makler überzeugt, dass das Objekt, läge es in der Nähe von Freiburg, schon längst weg wäre. Dabei könnte die hohe Decke von 8,50 Metern und die hohe Kranbelastung gerade für Unternehmen aus dem Wiesental interessant sein, stellt er fest. Denn dort werde nach solchen Produktionshallen gesucht.

Wierzbicki bedauert, dass der Sprung vom Wiesental ins Kandertal oft nicht gemacht werde, weil vielen Mitarbeitern der Anfahrtsweg zur Arbeit dann zu lang erscheint. Als Standortfaktor für Gewerbetreibende hebt er die Nähe zur Autobahn hervor.

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