Zell im Wiesental „Alte Schmiede“ Mambach wird zum Trauraum

In der „Alten Schmiede“ können künftig auch Trauungen abgehalten werden. Foto: zVg Foto: Markgräfler Tagblatt

Zell (pele). Künftig können heiratswillige Paare in der Alten Schmiede in Mambach den Bund der Ehe schließen. Der Gemeinderat hat in seiner Sitzung am Montag einstimmig die Widmung der Räume im Erdgeschoss des Gebäudes als Trauraum beschlossen.

Als Aufwertung für Mambach bezeichnete Beate Riemer-Thoma den Beschluss. „Das Ambiente hat Charme“, meinte die SPD-Gemeinderätin. Klaus Wetzel (CDU) sah gar eine „Aufwertung der ganzen Stadt“ durch die Widmung. Gleichzeitig sprach Mambachs Ortsvorsteher von einer „schweren Geburt“ und meinte, das Ganze hätte auch schneller gehen können.

Kritisch äußerte sich auch Georg Staudenmayer, der Besitzer des Schmiedegebäudes, nachdem er sich beim Gemeinderat für die Widmung als Trauraum bedankt hatte. Seine erste Anfrage in dieser Angelegenheit sei bereits vor über zehn Monaten erfolgt, merkte Staudenmayer an. Bei seinen zwischenzeitlichen Nachfragen habe sich kein Standesbeamter der Stadt Zell bereit erklärt, in der „Alten Schmiede“ Trauungen durchzuführen. „Müssen wir uns unseren eigenen Standesbeamten backen?“, fragte Staudenmayer säuerlich.

Bürgermeister Rudolf Rümmele versprach, für Klärung zu sorgen. Die Irritationen seien wohl auch Veränderungen in der Verwaltungsmannschaft geschuldet. Man habe statt vier aktuell nur noch zwei Standesbeamte. Der Rathauschef regte an, diesem Personalengpass auch dergestalt zu begegnen, dass der Ortsvorsteher die Ausbildung zum Standesbeamten absolviert.

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