Zell im Wiesental Ein Fachmann mit riesigem Wissen

Peter Schwendele
Zells Hauptamtsleiter Karlheinz Keller (Mitte) wurde in der Gemeinderatssitzung am Montag offiziell in den Ruhestand verabschiedet, mit Dank und beschenkt von Klaus Wetzel, Thomas Kaiser, Bürgermeister Peter Palme und Hannelore Vollmer (von links). Foto: Peter Schwendele

Nach fast 15 Jahren in Diensten der Stadt Zell ist am heutigen Mittwoch faktisch Schluss für Karlheinz Keller. Der Hauptamtsleiter geht zum Jahresende in den Ruhestand, absolviert heute seinen letzten Arbeitstag und wurde in der Gemeinderatssitzung am Montag offiziell verabschiedet. Mit Keller verliere er einen wichtigen Mitarbeiter mit „riesigem Fachwissen“, sagte Bürgermeister Peter Palme.

Von Peter Schwendele

Zell. Zum Abschied gab es für Karlheinz Keller am Montag einen Präsentkorb und viel Lob für seine für die Stadt erbrachten Leistungen. Er habe stets sehr vom großen Erfahrungsschatz seines Hauptamtleiters profitiert, und so sei es vielen Kollegen Kellers ebenfalls ergangen, betonte Rathauschef Palme: „Sie waren für mich eine Datenbank mit riesigem Wissen.“

Karlheinz Keller genieße seinen uneingeschränkten Respekt für die Art und Weise, wie er die nicht immer einfache Tätigkeit im Rathaus gemeistert habe. Besonders hob der Bürgermeister die „außerordentliche Arbeit“ hervor, die der Hauptamtsleiter im Zusammenhang mit der seit Jahren laufenden Sanierung und Modernisierung der Montfort-Realschule geleistet habe. „Das war eine Mammutaufgabe“, sagte Palme und wünschte dem scheidenden Hauptamtsleiter für die Zukunft ein glückliches und erfülltes Leben. Der Bürgermeister bedauerte, dass die Umstände es nicht zuließen, Keller „mit einem großen Zapfenstreich“ zu verabschieden.

Freundliche Worte gab es dennoch, und zwar von Thomas Kaiser, der für seine Gemeinderatskollegen dem scheidenden Hauptamtsleiter, der sich in viele Themen intensiv eingearbeitet habe, Dank und Respekt zollte. „Ein Fachmann geht von Bord“, sagte Kaiser und betonte, dass die Zusammenarbeit „trotz gelegentlicher hitziger Wortgefechte“ stets konstruktiv gewesen sei. „Wir werden den Meister der Excel-Tabellen vermissen“, so Kaiser.

Im Namen der sechs Zeller Ortsteile und der jeweiligen Ortsverwaltungen sprach Mambachs Ortsvorsteher Klaus Wetzel dem Scheidenden Dank aus und würdigte, was Keller auch für die Teilorte geleistet habe.

Karlheinz Keller selbst, der seine berufliche Karriere beim Landratsamt Lörrach gestartet hatte, danach bei Endress + Hauser und beim Elisabethen-Krankenhaus in Lörrach beschäftigt war, blickte ausführlich auf seine fast 15-jährige Tätigkeit in der Schwanenstadt zurück. Er erinnerte daran, dass er in dieser Zeit etliche Bauprojekte mitgestalten konnte, so etwa den Mensa-Neubau, den Krippen-Neubau, die Sanierung der Realschule und den Breitbandausbau im Zeller Bergland. Der scheidende Hauptamtsleiter erwähnte auch den Bereich der Wirtschaftsförderung, in dem durch die Anfertigung eines integrierten Handlungskonzepts die notwendigen konzeptionellen Voraussetzungen für die Stadthallensanierung von ihm mitgeschaffen wurden. Die „Murmel“-Projekte für die Dorfentwicklung ermöglichten wiederum den Bau des Bürgerhauses in Mambach mit. Auch die Bebauung der Brache beim Bahnhof habe er mitbegleitet, rief Keller in Erinnerung.

Gleichwohl, so der künftige Pensionär, bestehe Verwaltung nicht nur aus Bauen, und so habe sich in den vergangenen Jahren auch viel in den Strukturen, Abläufen und Angeboten verändert, etwa in den Bereichen Kinderbetreuung, Sprachförderung oder Jugendarbeit. Im Bereich Schulen, für den Keller ebenfalls zuständig war, verwies er nicht nur auf Erfolge wie die Einführung der Ganztagsschulbetreuung, sondern auch auf weniger optimale Entwicklungen wie die Auflösung der Werkrealschule und die Schließung der Johann-Faller-Förderschule.

Keller war auch als Personalleiter tätig und war in dieser Funktion insbesondere bei der Schließung der Wiesentalklinik gefordert, wie er darlegte. In der Verwaltung konstatierte er in den letzten drei Jahren eine starke Umwälzung der Belegschaft. Grundsätzlich liege ihm die Entwicklung der Verwaltung sehr am Herzen, sagte Keller zum Abschluss seiner Ausführungen und bat die Gemeinderäte darum, diese nicht nur zu kontrollieren, sondern auch ihrer Fürsorgepflicht nachzukommen. „Auch wenn das Personal Geld kostet – eine funktionsfähige Verwaltung ist keine Selbstverständlichkeit und muss gepflegt werden“, meinte der scheidende Hauptamtsleiter. Die Aufgabenfülle wachse stetig.

Der Stadt Zell wünschte Karlheinz Keller zum Abschluss eine gelingende Weiterentwicklung der Stadtmarketingmaßnahmen, eine weitere Stärkung der Innenstadt und Chancen zur Neubelebung von bestehenden Gewerbeflächen.

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