Zell im Wiesental Frischer Wind im Gemeinderat

Die Mitglieder des Bürgerforums wollen für frischen Wind in der Kommunalpolitik sorgen: (von links) Bernhard Klauser, Susanne Accumanno, Ria Bartsch. Fabian Ackermann und Jannik Sprich. Foto: Paul Berger

Zell - Freunde und Anhänger des Bürgerforums in Zell fühlen sich nach ihrem erfolgreichen Abschneiden bei der Gemeinderatswahl bestätigt, wie jüngst die gut besuchte Mitgliederversammlung der neuen kommunalpolitischen Bewegung zeigte.

Mit vier Vertretern, darunter drei junge Ratsmitglieder, ist das Bürgerforum künftig im neu gewählten Gremium präsent, was nach den Worten von Bernhard Klauser beweist, dass man im Wahlkampf auf die richtigen Themen gesetzt habe: „Klar formulierte Ziele, außerdem Präsenz in der Kernstadt und in den Ortsteilen gezeigt, das ist bei den Menschen offensichtlich angekommen.“

Die Bestätigung hierfür lieferte eine Neubürgerin, die sich nach eigener Aussage vor der Wahl an sämtliche politische Gruppierungen gewandt hatte. „Ihr wart die einzigen, von denen ich eine Antwort erhalten habe, und das hat mich überzeugt“, sagte sie.

Diesen eingeschlagenen Weg, so war zu hören, wolle man fortführen. Wie die von Edwin Kiefer ausgearbeitete Wahlanalyse belegte, wird sich im neuen Gemeinderat, in dem künftig neun neue Mitglieder vertreten sind, einiges ändern. Bereits im Wahlkampf versprach das Bürgerforum, dort konstruktiv für frischen politischen Wind zu sorgen.

Offen und vor allem zum Wohle der Bürgerinnen und Bürger werde man sich im Gemeinderat sowie in den Ausschüssen und Gremien einbringen. Dies bedeute mehr Bürgerbeteiligung sowie das Einbeziehen von neuen und wenig integrierten Menschen in die Kommune.

Klar herausgestellt wurde auch die Offenheit und ein „frisches Denken“, besonders was die Zukunft der Stadt und ihrer Ortsteile angeht. Selbstverständlich verlangt dies eine aufbauende und diskussionsfreudige Zusammenarbeit mit allen Vertretern des Gemeinderates und den jeweiligen Gremien. Künftig, so machte Edwin Kiefer deutlich, komme es darauf an, gute Arbeit zu leisten, was ein klares Handlungskonzept, das mit Leben erfüllt werden muss, verlange.

Offenheit und Fairness gehörten ebenso dazu wie das gemeinsame Erarbeiten eigenständiger Ziele. Ideen und Meinungen, vor allem auch von Bürgerinnen und Bürgern, sollen gehört werden und, wo machbar, auch in die kommunalpolitische Arbeit einfließen.

Bedarf an Themen gebe es genug, hieß es. Eine gute und funktionierende Kommunikation ist aus Sicht des Bürgerforums unverzichtbar. Gedacht ist beispielsweise an das Einrichten eines E-Briefkastens, über den Bürger ihre Anregungen und Anliegen einbringen können.

Zu den Themen, um die man sich in Zukunft besonders kümmern will, zählen die ärztliche Versorgung in Zell und Umgebung, barrierefreie Zugänge für behinderte Personen zu Geschäften und Behörden, das Thema Kindergärten und Kinderbetreuung sowie die Bereiche Jugend, Sport- und Vereine.

Was die personelle Besetzung der Fach- und der Sachausschüsse der Verwaltung angeht, so wurden auch schon erste personelle Weichenstellungen innerhalb der Gruppe getroffen. Ebenso wird beim Bürgerforum die Meinung vertreten, dass in einigen Ausschüssen sachkundige Bürger gleichfalls im Gremium vertreten sein sollten.

Zu den wichtigen Kernthemen in Zell, bei dem die Mitglieder des Bürgerforums in jedem Fall am Ball bleiben wollen, gehört nach Aussage von Jannik Sprich die Innenstadtbelebung.

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