Zell im Wiesental Mit den Pilzköpfen auf Zeitreise

Eine volle Stadthalle, ein entzücktes Publikum sowie Musiker, die erneut ihr Bestes gaben: Das Chilbi-Konzert hielt auch in diesem Jahr, was es seit jeher verspricht.

Von Paul Berger

Zell . Kein Wunder, hatte sich die Stadtmusik nach den Worten ihres Vorstandstrios Philipp Kaiser, Karl Martin Welte und Daniel Kummerer in wochenlanger Probenarbeit mit Dirigent Markus Götz doch intensiv darauf vorbereitet. Mit dem Motto „The Golden Sixties“ landeten die Musiker an diesem Abend einen Hit.

An die Zeit der „Sechziger“ und die Musik der damaligen Zeit konnten sich viele Besucher im Publikum durchaus noch lebhaft erinnern. Auch der Schwanenstadt und ihren Bewohnern bescherten die 60er einen Aufschwung, wie von Sabine Rudiger und Elke Hochstatter zu erfahren war. Wer erinnert sich nicht an die Schlagersängerin Petula Clark und ihren Erfolg „Downtown“? Dem einen oder anderen in lebhafter Erinnerung geblieben sind auch die weltberühmten „Pilzköpfe“ aus Liverpool, die mit ihrer Musik eine ganze Generation in ihren Bann schlugen. „Ob-La-Di, Ob-La-Da“, oder „Es kommt, wie es kommt“, ein Hit, der manchem sicherlich wie eine Zeitreise zurück in die eigene Jugend vorkam. Und auch mit dem beschwingten Medley „The Golden Sixties“ und den munteren Melodien, „You can´t hurry love“, „Stand by me“ and „Son of a preacher man“, nahmen Markus Götz und seine Musiker ihr Publikum an diesem Abend auf ihre Zeitreise mit.

Bewegt und in Schwung brachten die Jugend in den 60er Jahren auch Stars wie Trude Herr, Gitte Henning und Siw Malmkvist mit ihren Schlagern. Mit gelungenen Parodien ließen es Sabine Rudiger und Elke Hochstatter mit den Hits von damals wie „So ein Mann, so ein Mann“. „Ich will lieber einen Cowboy als Mann“ und „Liebeskummer lohnt sich nicht, my Darling“ so richtig krachen.

Klar, dass bei so viel Temperament und der geballten Ladung an musikalischen Ohrwürmern das Publikum voll in Fahrt kam.

Für Mega-Spaß und einen großartigen Musikgenuss sorgten Markus Götz und sein Orchester auch mit dem Song „Sweet Caroline“ von Neil Diamond sowie mit ihrer munter servierten „Zeller Chilbi-Polka“, übrigens einer Eigenkomposition des Stadtkapellmeisters.

Bereits im ersten Teil des gelungenen Konzertabends bewiesen die Musiker ihre staunenswerten Talente. Eine durch und durch überzeugende Darbietung lieferte Ralf Klauser auf dem Vibrafone, angekündigt von Ansagerin Elke Ruprecht, in dem Stück „Tribute to Lionel“ von Andre Walgnein. Ebenso glänzte Philipp Kaiser als Solist auf seinem Flügelhorn in der Aufführung „Sola Bossa“ von Otto M. Schwarz. Und auch Ingo Mathe und seine Tochter Saskia zeigten, dass sie ihre Trompeten spielend im Griff haben.

Geprägt waren die „Sechziger“ auch von Ennio Morricone, von dem unter anderem die Filmmelodie aus dem Italo-Western, „Spiel mir das Lied vom Tod“stammt. Klar, dass die Musiker die Hallenbühne erst nach weiteren „Zugaben“, zu denen auch der klangvolle „Badner-Marsch“ zählte, verlassen durften.

Sie möchten alle Nachrichten aus Ihrer Gemeinde lesen?
Dann testen Sie unser ePaper – 3 Wochen völlig gratis und unverbindlich! Klicken Sie HIER.

  • Bewertung
    0

Newsticker

blank

Umfrage

Ladestation - Elektroauto

Ein Förderprogramm der Bundesregierung soll mehr Elektroautos auf die Straße bringen. Würden Sie sich ein solches Fahrzeug kaufen?

Ergebnis anzeigen
loading