Zell im Wiesental Mithalten mit Köln und Mainz

Markgräfler Tagblatt, 02.11.2017 00:00 Uhr

Von Paul Berger

Viele können es kaum erwarten, bis es in Zell endlich los geht. Die Akteure für den bevorstehenden Ölfde Ölfde und dem damit verbundenen Start in die Fasnet 2018 stehen bereits in ihren Startlöchern.

Zell. Wie von FGZ-Präsident Peter Mauthe in der Jahresversammlung angekündigt, wird der diesjährige Auftakt, wie bereits in den Vorjahren, im Fun- und Spassi-Freizeitpark in Atzenbach über die Bühne gehen. Wer sich hierfür einen Platz sichern möchte, dem sei geraten, dies rechtzeitig tun.

Rückblick auf die Fasnet 2017: Im vergangenen Jahr nämlich waren sämtliche Karten bereits im Vorverkauf nach einer halben Stunde ausverkauft. Rund 300 interessierte Besucher drohten leer auszugehen. Einzig dem hervorragenden und schnellen Organisationstalent von Vize-Vogt Christoph Rudiger war es zu danken, dass noch weitere Plätze geschaffen wurden. Was die Besucher dort erwartete, war laut Mauthe eine Mischung aus einem Super-Programm sowie der typischen Gänsehaut-Atmosphäre bei der Vorstellung von Hürus Dieter us de Kirchstroß. Mit ihm als Regent stand fest, dass es eine intensive und vor allem musikalische Fasnet 2017 geben würde.

Weitere Höhepunkte waren das gelungene Freundschaftstreffen mit zahlreichen Zünften in der Schwanenstadt am 21. und 22. Januar sowie das - erstmalige - Stellen eines Narrenbaumes in Zell durch die Narrenfreunde aus Schönau.

Vielen in guter Erinnerung geblieben ist auch der ökumenische Narren-Gottesdienst in der katholischen Kirche, gestaltet von den Pfarrern Frank Malzacher und Ulrich Henze mit musikalischer Umrahmung durch die Latscharisänger. Mit diesem Treffen verbunden waren auch eine Ausstellung zum Thema „390 Jahre Fasnacht in Zell“ in der Sparkasse sowie ein Empfang für die Vertreter der angereisten Zünfte. Als Höhepunkt am Sonntag entpuppte sich der große Umzug mit 3000 teilnehmenden Hästrägern aus der Region.

Zeller Straßenfasnacht: Vom Wetterglück begünstigt waren die Fasnachtsumzüge am Sonntag und Montag. Erstmals seit langer Zeit gelang es den Gresgern, die Paradieser von ihrem angestammten ersten Platz zu verdrängen. Spektakulär nannte Peter Mauthe, was die Vogteien und die Umzugs-Teilnehmer Jahr für Jahr auf die Straße bringen. Was die Gestaltung und die Qualität der Wagen angeht, könnten die Zeller durchaus mit den Karnevalswagen von Köln und Mainz mithalten. Auch die vorgenommenen Veränderungen in den vergangenen Jahren zeigen erste Erfolge. So schön die Hürus- und Fremdenbälle in der Halle in früheren Jahren einmal waren, sie gehören inzwischen der Vergangenheit an. Und auch das steht für Peter Mauthe und seine FGZ-Mitstreiter inzwischen fest: Die mittlerweile gefundene Präsentation der Wagen und der Fußgruppen sowie die Form der Prologe zählen heute zu den Dingen, die die Zeller Fasnacht zukunftsfähig machen.

Was das Geschehen und den Ablauf am Fasnachts-Zischtig angeht, bedarf es laut Mauthe noch eines gewissen Anschubsens. Doch auch hier sei man guter Dinge, sagte er und fügte an: „Was die FGZ bietet, sind das Gerüst und die Rahmenbedingungen, ausfüllen müssen es die Fasnächtler selbst.“ Und auch das hörten die FGZ-Mitglieder gerne: Der erst kürzlich gewählte und künftige Bürgermeister Peter Palme stärkt den Fasnächtlern ebenfalls den Rücken. „Ihr seid eine der tragenden Säulen dieser Stadt“, bekräftigte er und versprach, die Fasnacht in Zell künftig maximal zu unterstützen.

Kasse: Bei der Führung der Kassengeschäfte steht bei der FGZ eine personelle Veränderung an. Thomas Mond, langjähriger Verwalter der Finanzen, kündigte seinen Rückzug von diesem wichtigen Posten an. Seine Stelle im Präsidium übernimmt als neuer Verwalter der Finanzen künftig Matthias Uehlein. Er wird von Thomas Mond in den nächsten Wochen eingearbeitet. Für die hervorragende Arbeit von Thomas Mond bedankten sich sowohl Kassenprüfer Andreas Müller als auch FGZ-Präsident Peter Mauthe. Ebenfalls ein dickes Dankeschön gab es für an Steuerberater Michael Bährle und dessen kompetente und fachliche Beratung.

Mit der Wahl der neuen Präsidiumsmitglieder Daniel Beckert und Markus Ehmke konnte die FGZ die Lücken in ihrer Führungsriege, die durch den tragischen Tod zweier ehemaliger Mitglieder gerissen wurde, wieder schließen.