Zell im Wiesental Stadt verbietet Annähern an die Insel im Schwanenweiher

„Fahrt“ im kleinen Kanu auf dem Schwanenweiher. Foto: Paul Berger Foto: Markgräfler Tagblatt

Zell (ue). Auch wenn die Schwanenstadt offiziell keine Schiffsanlegestelle hat, der Weg zum Hafen ist dennoch leicht zu finden. Den Schwanenweiher kennt schließlich jedes Kind in Zell. Denn nicht zu überhören waren im Städtli die flotten und schmissigen Klänge, mit denen die Gäste dort unterhalten wurden.

Auf Punkt 11.11 Uhr war der obligatorische Fassanstich angekündigt, doch daraus wurde nichts. Stattdessen stellte Charly Welte, Chef der Blaskapelle „Heilig´s Blechle“, den Gästen in einem Interview die beiden Organisatoren Hanspeter Kummerer von den „Wildsaumusikanten“ sowie Marco Waßmer von den „Zeller Schrätteli“ vor. Allerdings mussten die Veranstalter in diesem Jahr einen sicherlich nicht leicht verdaulichen Wermutstropfen hinnehmen. Die angekündigten Bootsfahrten zur kleinen Insel waren kurzerhand vom Programm gestrichen worden.

Als Begründung nannte Hanspeter Kummerer eine - quasi in letzter Minute – von der Stadt erlassene Verfügung, dass man sich der Insel nicht nähern dürfe, da sich dort in einem Nest sechs Wildenteneier befänden. Warum vor wenigen Tagen auf der Insel noch mit einem Freischneider gearbeitet wurde, blieb vielen ein Rätsel. Doch wer die „Schrättli“ und die „Wildsaumusikanten“ kennt, weiß: So schnell werfen sie die Flinte nicht ins Korn.

Kurzerhand wurde ein kleineres Kanu beschafft, der Großteil des Weihers mit einem Sperrband versehen und der Rundbalken, auf dem Wagemutige übers Wasser balancieren konnten, ans Ende des Weihers verlegt. Auf Spaß und Abwechslung brauchte bei der fröhlichen Party rund um den Weiher, der bekanntlich auch das angestammte Domizil von Schwan „Hansi“ und seiner Partnerin ist, daher niemand verzichten.

Recht früh schon kamen die ersten Gäste, um sich an diesem warmen und recht schwülen Sommertag zumindest einige vergnügliche Stunden in der angenehmen Idylle rund um den Schwanenweiher zu gönnen. Für das leibliche Wohl der Gäste hatten die Veranstalter, „Zeller Schrättli“ und „Wildsaumusikanten“, ebenfalls bestens gesorgt. Dazu zählte auch eine kleine Sektbar. Zünftige Blasmusik und fesche Unterhaltung gab es von der Kapelle „Heilig´s Blechle“ sowie am späten Nachmittag von der Feuerwehrmusik Mambach. Überrascht wurden die Besucher auch vom Alphorn-Trio Charly Welte, Bernd Ruch und Rainer Spitz.

Wer Mut beweisen wollte und dabei das Risiko eines unfreiwilligen Bades nicht scheute, der durfte auf dem Schwebebalken – zur Gaudi der Besucher - über den Weiher balancieren.

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