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Efringen-Kirchen Kein Leben ohne Wasser

Siegfried Feuchter
Blick auf einen der beiden eingezäunten Hochbehälter in Egringen: Von hier wird das Trinkwasser ins Ortsnetz befördert. Foto: Siegfried Feuchter

Trinkwasserversorgung „auf lange Sicht“ gesichert.

Ohne Wasser gibt es kein Leben. Entsprechend dieser Tatsache legt auch die Gemeinde Efringen-Kirchen großen Wert auf eine sichere Wasserversorgung. 90 Kilometer lang ist das Wasserleitungsnetz in der Reblandgemeinde mit ihren neun Teilorten.

„Wir beziehen unser Trinkwasser ausschließlich vom Wasserverband Südliches Markgräflerland mit Sitz in Weil am Rhein“, sagt Ulrich Weiß, Leiter des Bauamts Efringen-Kirchen und technischer Geschäftsführer des Eigenbetriebs Wasserversorgung im Gespräch mit unserer Zeitung. Der 1970 gegründete Wasserverband, der seinen Sitz in Weil am Rhein hat und dem neben der Grenzstadt die sechs Gemeinden des Vorderen Kandertals sowie die Gemeinde Efringen-Kirchen angehören, versorgt die rund 50 000 Einwohner auf der insgesamt 88 Quadratkilometer großen Gemarkungen mit dem lebensnotwendigen Nass. Der Verband plant, baut, betreibt und unterhält die gesamten Verbandsanlagen bis zur Übergabestelle an die Mitgliedsgemeinden.

Das Wasser wird aus den Tiefbrunnen im Mattfeld und weiteren elf Pumpwerken gefördert. Vom Hochbehälter Kapf am Tüllinger Berg mit seinem Fassungsvermögen von sieben Millionen Litern wird das wichtige Gut an die Hochbehälter in den Verbandsgemeinden verteilt. Die einzelnen Kommunen sind anschließend für die Zuleitung zum jeweiligen Ortsnetz zuständig. Weiß sieht trotz Klimawandel die Trinkwasserversorgung „auf lange Sicht“ gesichert. Die Grundwasserstände seien dafür stabil.

Versorgung gesichert

Aufgabe des 1991 gegründeten Eigenbetriebs Wasserversorgung in Efringen-Kirchen ist es, das vom Verband bereitgestellte Wasser über das 90 Kilometer lange Leitungsnetz auf der fast 4400 Hektar großen Gemarkung der Reblandgemeinde zu verteilen. 460 000 Kubikmeter Wasser liefert der Eigenbetrieb im Jahr an Privathaushalte und Betriebe in Efringen-Kirchen, wie Daniela Wenk, Kämmerin der Gemeinde und kaufmännische Geschäftsführerin des Eigenbetriebs, weiß.

Der Pro-Kopf-Verbrauch lag im vergangenen Jahr bei rund 170 Litern am Tag. Das ist weniger als beispielsweise noch zwei Jahre zuvor. Denn 2020 verbrauchte jeder Efringen-Kirchener Bürger durchschnittlich 181 Liter am Tag.

Seit 2019 ist der Wasserpreis stabil und liegt aktuell bei 1,58 Euro pro Kubikmeter plus sieben Prozent Mehrwertsteuer. Ob dieser Preis in den kommenden zwei Jahren gehalten werden kann, ist fraglich. „Für den Gebührenzeitraum 2024 und 2025 muss der Preis neu kalkuliert werden“, sagt Daniela Wenk. Denn der Unterhalt des Wassernetzes wird über die Gebühren refinanziert.

90 Kilometer Leitungen

Derzeit ist für die Überwachung des 90 Kilometer langen Leitungsnetzes Michael Hohmann als Wassermeister zuständig. Sein Aufgabengebiet ist so umfangreich, dass er personelle Verstärkung braucht. Daher sucht der Eigenbetrieb, der auch eine Eigenwasserversorgung für Brauchwasser unterhält, schon seit einiger Zeit einen Netzmeister – bislang jedoch noch ohne Erfolg.

Ständige Überwachung

Von der ständigen Überwachung und dem Unterhalt der Wasserleitungen bis zum Reparieren von Rohrbrüchen bei den 80 bis 100 Jahre alten Leitungen, dem Spülen von Rohrleitungen reicht das Aufgabenfeld des Wassermeisters bin hin zur Kontrolle der Schieber sowie der Erneuerung der wassertechnischen Anlagen, einschließlich der Hausanschlüsse. Hohmann ist ebenso für die Abwicklung notwendiger Baumaßnahmen und einigem mehr verantwortlich. „Gerade Rohrbrüche sind ein ständiges Geschäft“, erklärte Ulrich Weiß als technischer Geschäftsführer des Eigenbetriebs.

Wassermeister Michael Hohmann ist unter anderem für die Überwachung des 90 Kilometer langen Leitungsnetzes in Efringen-Kirchen zuständig. Foto: Siegfried Feuchter

Beispielsweise ist vor einiger Zeit an der Kreuzung Isteiner Straße/Hauptstraße eine große Wasserleitung durchgebrochen. „Hier musste sehr schnell gehandelt und die Rohrleitung ausgetauscht werden“, lobt Weiß die umsichtige Arbeit des Wassermeisters, der mitunter vom Werkhof unterstützt wird. Auch werden im Zuge der Verlegung der Breitbandkabel immer wieder Wasserleitungen erneuert und ausgetauscht. Die Gemeinde respektive der Eigenbetrieb versuchen, die Wasserverluste so gering wie möglich zu halten, wenngleich es während eines Jahres „einige Male“ zu Rohrbrüchen kommt.

Qualität einwandfrei

Kontinuierlich überwachen Wasserverband und Eigenbetrieb die Qualität des Trinkwassers, das immer wieder von Fachleuten auf Bakterien und Keime mikrobiologisch untersucht sowie analysiert wird. Ergebnis: Das Trinkwasser vom Verband Südliches Markgräflerland ist einwandfrei.

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