Lörrach Einen Kopfstoß vor dem Zirkus versetzt

Adrian Steineck
Ein Transparent vor dem Zirkuszelt Foto: Adrian Steineck

Tierrechtsaktivisten haben Anzeige gegen den Direktor des Weihnachtscircus erstattet.

Das Polizeipräsidium Freiburg bestätigte am Mittwoch auf Anfrage das Vorliegen einer Anzeige.

Was die Aktivisten sagen

In einer Pressemitteilung der Tierrechtsaktivisten ist die Rede davon, dass es während einer friedlichen Protestaktion zu einem gewaltsamen Übergriff seitens des Zirkusdirektors gekommen sei. „Der Zirkuschef versuchte mehrfach, die friedliche Demonstration zu stören, indem er sich vor den Redner stellte und versuchte, mit lauter Musik die Kundgebung zu übertönen“, heißt es in der Pressemitteilung der Tierrechtsaktivisten. Gegen 19 Uhr habe der Zirkuschef einem der Aktivisten einen Kopfstoß versetzt, der diesen zu Boden gezwungen haben soll. Der Aktivist sei auf die Straße gefallen, wo ein Fahrzeug abbremsen musste.

Gegen den Zirkusdirektor sei Strafanzeige wegen Körperverletzung, Nötigung und Androhung von Gewalt gestellt worden. Es werden weitere Demonstrationen bis zum Gastspielende am 7. Januar angekündigt.

Was der Zirkus sagt

Zirkussprecherin Sandra Frank sagt im Gespräch mit unserer Zeitung, dass die Einlassmusik für die Besucher nur deswegen etwas lauter gestellt wurde, um die Megafone der Aktivisten zu übertönen. Auch habe der Zirkusdirektor zu keinem Zeitpunkt das Zirkusgelände verlassen, wie von den Aktivisten behauptet. Der Vorfall tue allen Beteiligten außerordentlich leid. Die Behauptungen der Aktivisten, es handle sich bei den Zirkusleuten um „Tierquäler“ und „Tiermörder“, seien schlicht unwahr und eine Rufschädigung. Es seien bereits Besucher weinend ins Zelt gekommen, da sie an der Zirkuskasse von Aktivisten beschimpft worden seien. Der Zirkus wolle seinerseits Anzeige erstatten.

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