Lörracher „Weihnachtscircus“ Ein ganz schöner Zirkus

Holger Schlicht
Die passende Portion Humor darf nicht fehlen. Foto: Holger Schlicht

Der „Weihnachtscircus“ ist zurück in Lörrach. Wie war die Premiere?

Alle Besucher waren gespannt, was sie in den nächsten zwei Stunden sehen würden. Vor allem natürlich die Kinder, die in der Nachmittagsvorstellung in der Überzahl waren und schon ganz nervös auf ihren Stühlen zappelten.

Dann wurde es plötzlich dunkel, fetzige Musik ertönte aus den Lautsprechern und ein Clown erschien im Scheinwerferlicht. Angelo Chaves, der Starclown aus Portugal, tanzte auf den Rängen und eroberte die Herzen der kleinen und großen Zuschauer mit seiner komischen Mimik und Gestik gleich zu Anfang.

Herausragender Jongleur

Als erster Artist des Premieren-Abends wirbelte Robi Berousek aus Prag Tennisschläger durch die Luft. Er gehört laut der Ansage des Moderators zu den besten Jongleuren der Welt und wurde mit dieser Darbietung auf den großen Zirkusfestivals mehrfach mit Gold ausgezeichnet.

Wahre Körperbeherrschung Foto: Holger Schlicht

Danach wurde es etwas ruhiger als Marcello und Manni die Manege betreten. Manni ist ein sehr gut trainiertes Pferd, welches mit seinem Trainer Schabernack treibt und sich sogar zu einem Nickerchen auf eine Matratze legt. Vor allem die jungen Besucher hatten sehr viel Spaß an dieser Vorstellung.

Die Umbaupausen gehören immer dem Clown Angelo, der diesmal einen Löwen aus einem Käfig herauslocken wollte, welcher sich dann allerdings als ein sehr kleiner Hund mit Löwenmähne herausstellte.

Die Rollschuhartisten wirbelten. Foto: Holger Schlicht

Gleichgewicht gefragt

Nach einer kurzen, aber temporeichen Tanzvorstellung der vier eleganten Tänzerinnen, die man später immer mal wieder in wechselnden Kostümen sehen sollte, folgte Terence, der „Meister des Gleichgewichts“. Dann war auch schon Pause und viele nutzten die Möglichkeit, sich mit Popcorn, Getränken oder Zuckerwatte einzudecken.

Anschließend wurde es mystisch und orientalisch, mit Bauchtänzerinnen in wehenden Gewändern, weißen sibirischen Kamelen und wunderschönen, pechschwarzen Friesenhengsten. Faszinierende Körperkunst präsentierte Sandy scheinbar schwerelos.

Genauso beeindruckend war die Darbietung am Donnerstagabend von Robi Berousek, der für seine Gleichgewichtskunst auf einer frei stehenden Leiter zum Internationalen Zirkusfestival von Monte Carlo eingeladen wurde. Sehr lustig wurde der nächste Streich von Angelo, dem Clown, der vier Besucher auswählte, die ein kurzes Eifersuchtsdrama mit tödlichem Ausgang spielen mussten.

Die Rollschuhartisten

Danach fliegt Marco Noury an den Strapaten in die Lüfte und vollführt einen perfekten Spagat in acht Meter Höhe. Zum Abschluss wirbeln die Rollschuhartisten der Giannuzi Family aus Italien mit höchstem Tempo ihre mutigen Frauen um die eigene Achse.

Unter großem Applaus und bombastischem Sound kommen nun alle Akteure nach und nach in die Manege und lassen sich zu Recht vom begeisterten Publikum für ihre faszinierenden Darbietungen feiern. Nach der finalen Girlandenexplosion kehrt dann langsam Ruhe in der Manege ein und die Zuschauer werden in die stürmische Winternacht entlassen.

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