Lörrach Rathausvorplatz: Immer mal wieder Probleme

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Polizei und Stadt wissen um Probleme auf dem Rathausvorplatz. Foto: Marco Fraune

Auf dem Rathausvorplatz gibt es immer mal wieder Ärger. Trauriger Höhepunkt: Anfang Juni hat ein 45 Jahre alter Tatverdächtiger einem Kontrahenten schwere Schnittverletzungen zugefügt. Wegen eines mutmaßlichen versuchten Tötungsdelikts sitzt er immer noch in Untersuchungshaft. „Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen“, erklärte am Dienstag Polizeisprecher Matthias Albicker auf Anfrage unserer Zeitung.

Von Marco Fraune

Lörrach. Immer mal wieder komme es auf dem zum Egon-Hugenschmidt-Platz getauften Areal zu Problemen, die temporär auftreten, stellt das Lörracher Revier fest. Erst am Wochenende war hier ein Störenfried unterwegs. Am Montagabend konnten Passanten beobachten, wie es wieder fast zu einer Schlägerei gekommen wäre. Im Vergleich zu den Vorjahren sei es aber nicht vermehrt zu Straftaten in diesem Bereich gekommen, betont der Polizeisprecher.

Näher beieinander

Neu sei, dass sich durch die unterschiedlichen Aufwertungsmaßnahmen nun verschiedene Gruppen näher kommen, die zuvor noch räumlich stärker voneinander getrennt waren. „Es trifft sich jetzt alles hier.“

Nur temporär komme es zu einem erhöhten Einsatzaufkommen. „Es ist ein Schwerpunkt in Lörrach, wir wissen das, aber wir sind auch präsent.“ Von einem Angstraum will Albicker nicht sprechen. „Das wäre übertrieben.“ Man sei davon weit entfernt, dass die Polizei-Definition „Kriminalitätsschwerpunkt“ zutreffe. Außerdem zeige die Polizei Präsenz und auch die Stadt mit Streetworkern.

Die Sichtweise der Stadt

Vom „Langen Egon“ aus hat die Verwaltung einen guten Blick auf die hier anzutreffenden Personen. Stadtsprecherin Susanne Baldus-Spingler erklärt in einer Stellungnahme gegenüber unserer Zeitung, dass die gesellschaftliche Gruppe, die aktuell verstärkt ihr Domizil rund um das Rathaus gefunden hat, in jeder Stadt und so auch in Lörrach ihren Raum braucht. Grundsätzlich hält sie außerdem fest, dass für das Miteinander die Herausforderungen an jedem Ort in der Stadt groß seien, wobei besonders schützenswerte Gruppen, wie beispielsweise Schulgemeinschaften, Kinder und Jugendliche, sicherlich eine besondere Betrachtung benötigen. „In jedem Fall sieht es die Verwaltung als ihre Aufgabe an, den öffentlichen Raum für alle Gruppen der Stadtgesellschaft zu gestalten.“

Polizei vor Ort

Seit dem Wegfall der Baustelle rund um den Bahnhofsplatz sei die Örtlichkeit in der Nähe des Rathauses auf jeden Fall wieder attraktiver, eine Zunahme der Personen oder Vorkommnisse aber nicht zu verzeichnen. Außerdem sei die Polizei im Rahmen ihrer Streife täglich mehrmals vor Ort, erklärt die Sprecherin.

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