Lörracher Haushalt CVJM und Pro Digno wollen sich professionalisieren

Marco Fraune
Das Kamel-ion wird neu ausgerichtet. Foto: Mirjana Stifter

Wie hoch die Zuschüsse für Institutionen wie die Frauenberatungsstelle oder das Familienzentrum ausfallen, ist noch nicht abschließend beschlossen.

Die Verwaltung schlägt vor, es beim CVJM bei dem 2023er-Zuschuss von 36 000 Euro zu belassen. Beantragt wurde zur Mitfinanzierung einer pädagogischen Fachkraft im Schülercafé Kamel-ion hingegen ein Zuschuss in Höhe von 76 000 Euro. Hintergrund ist, dass die ehrenamtlich tätige Kamel-ion-Leiterin Sibylle Burkart ausscheiden wird. „Um den wachsenden Anforderungen der Begleitung der Schülerschaft gerecht zu werden und eingesetzte Ehrenamtliche und Bundesfreiwillige adäquat anleiten zu können“, soll die Fachkraft eingesetzt werden.

Geld für Unterkunft-Kraft?

Ähnlich verhält es sich bei Pro Digno. Die Verwaltung will ebenso die beantragten 48 000 Euro an Personalkostenzuschuss nach dem Ausscheiden von Valerie Bonfiglio ablehnen. Hier geht es um die Arbeit in der Unterkunft für Bedürftige an der Basler Straße. OB Jörg Lutz stellte die Frage in den Raum, ob nicht der Landkreis finanziell einspringen müsste. „Doch der wird keine Zuschüsse geben.“

Auch das Familienzentrum

Gegen andere Nichtberücksichtigungen von Erhöhungsanträgen will die SPD intervenieren. Insgesamt 80 000 Euro mehr sollen die Institutionen im Vergleich zum Verwaltungsvorschlag erhalten, so Hubert Bernnat. Statt rund 33 000 Euro könnte das Familienzentrum bei einer Zustimmung im Gemeinderat gut 68 000 Euro erhalten. Außerdem das Nellie Nashorn mit 138 500 Euro insgesamt 25 000 Euro mehr erhalten als von der Verwaltung vorgeschlagen, die Frauenberatungsstelle 10 000 Euro mehr, womit es 22 600 Euro wären. Insgesamt 25 000 Euro statt 15 000 will die SPD für das Projekt „Fisch im Netz“ von Tempus fugit geben.

„Rasenmähermethode“

Es gelte erst zu klären, welche Institutionen dauerhaft und auskömmlich unterstützt werden sollen, erklärte Ulrich Lusche (CDU). Dies müsse erst diskutiert werden – auch wenn er von der „Rasenmähermethode“ der Verwaltungskürzungen wenig hält. Ebenso wenig wie Margarete Kurfeß (Grüne). Für sie steht aber schon fest: „Wir können nicht alle Institutionen halten.“ Einige würden mit dem Rücken zur Wand stehen.

Eine Beschlussfassung erfolgte im Ausschuss nicht, vielmehr soll nun in den Fraktionen noch beraten werden, ob der Verwaltung oder der SPD gefolgt wird.

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