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Weil am Rhein Vom Fehlalarm bis zum Dachstuhlbrand

Saskia Scherer
Ein Dachstuhl eines Hauses an der Geffelbachstraße hat gebrannt. Foto: zVg

Hinter der Weiler Feuerwehr liegen wieder einmal einsatzreiche Tage. Insgesamt wurden die Kameraden von Freitag bis Montag elfmal alarmiert. Den größten Einsatz stellte ein Brand dar, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde.

Der Dachstuhl eines Hauses an der Geffelbachstraße war am Montagabend in Brand geraten, der Alarm bei der Feuerwehr ging um 21.35 Uhr ein. „Der Vorteil war, dass ein Fahrzeug der Abteilung Ötlingen gerade in Weil war und direkt die Einsatzstelle anfahren konnte“, erläutert Feuerwehrsprecher Markus Utke im Gespräch mit unserer Zeitung. So sei nach neun Minuten bereits ein kompletter Löschzug mit 22 Kräften vor Ort gewesen. „Das ist sehr gut.“

Feuer schnell im Griff

Die Kameraden hatten das Feuer dann auch relativ schnell im Griff und konnten eine weitere Ausbreitung verhindern. Der Innenangriff erfolgte laut Utke mit Atemschutzgeräten. Die Wehrleute löschten den Brand, kontrollierten das Gebäude sowie Nebengebäude und kümmerten sich um die Nachlöscharbeiten. Außerdem sicherten sie es gegen Witterungseinflüsse, da das Dach geöffnet werden musste, schildert der Feuerwehrsprecher. Verletzt wurde niemand, die Bewohner hatten sich selbstständig ins Freie begeben können.

Erkenntnisse zur Brandursache oder Schadenshöhe liegen noch keine vor, teilt Polizeisprecher Thomas Batzel auf Nachfrage mit. Das Reihenhaus sei in der Nacht nicht bewohnbar gewesen, die Familie in Eigenregie anderswo untergekommen.

Auch die Drehleiter kam zum Einsatz. Foto: zVg

Insgesamt waren 38 Feuerwehrleute der Abteilungen Stadt und Ötlingen im Einsatz, der rund fünfeinhalb Stunden dauerte. Die Leitung oblag Kommandant Frank Sommerhalter.

Die Kameraden waren bis in die Nacht vor Ort. Foto: Daniel Hengst

Handwerker wirbeln Staub auf

Bereits am Freitagmorgen war die Abteilung Stadt zum Weiler Rathaus ausgerückt. Es handelte sich laut Utke um einen Täuschungsalarm: Die Brandmeldeanlage hatte wegen Staub von Handwerksarbeiten ausgelöst.

Zu einer Krankentragelagerung wurde die Abteilung Stadt am Samstagmorgen gerufen. Der Patient wurde mit der Drehleiter über ein Fenster gerettet. Keine Maßnahmen der Feuerwehr waren am Nachmittag nötig, als das Einsatzstichwort „Hilflose Person in Wohnung“ lautete: Beim Eintreffen der Kameraden war die Tür bereits geöffnet worden.

Gasdose ins Freie gebracht

Aufgrund von Gasgeruch musste die Abteilung Stadt bereits knapp zwei Stunden später erneut ausrücken. Das Gebäude wurde geräumt und erkundet. In einem der Keller fanden die Einsatzkräfte Butangasdosen, aus einer davon strömte Gas aus. Diese wurde ins Freie gebracht und der Bereich gründlich gelüftet, berichtet Utke.

Am späteren Abend löste die Brandmeldeanlage in einem Outlet-Center wegen Rauchentwicklung aus einer Küche aus, ein Feuer gab es jedoch nicht. Kameraden der Abteilung Stadt kümmerte sich um die Belüftung.

Die Abteilung Märkt (Ötlingen und Haltingen) war am frühen Sonntagmorgen wegen eines ausgelösten Heimrauchmelders im Einsatz. Die Bewohnerin konnte diesen selbst ausschalten, eine Erkundung bracht weder Rauch noch Feuer zu Tage. Um einen Fehlalarm handelte es sich beim Alarm der Brandmeldeanlage bei der Firma Eltex am Mittag. Die Abteilung Stadt erkundete die komplette Halle mit einer Wärmebildkamera, fand jedoch keinen Brand.

Essen auf dem Herd

Hauptamtliche Kräfte rückten am Montagmorgen mit der Drehleiter-Besatzung nach Binzen aus, weil die Brandmeldeanlage eines Küchenmarkts wegen einer Mahlzeit auf dem Herd ausgelöst hatte. Die Alarmierung erfolgt gemeinsam mit der Feuerwehr Binzen.

Einen Baum, der umzustürzen drohte, fällten Kräfte der Abteilung Stadt am Montagabend. Rund eine halbe Stunde später rückte die Abteilung noch zum Rhein-Center aus, alarmiert durch die Brandmeldeanlage. Der Auslösegrund ist laut Utke nicht bekannt, weder Rauch noch Feuer wurden entdeckt.

Versammlung und Übung standen auch noch an

Unterm Strich stehen also elf Einsätze – plus die Hauptversammlung der Feuerwehr am Freitagabend und eine Notfallübung an den Bahngleisen am Samstag. „Das war wieder einsatzreich“, resümiert der Feuerwehrsprecher.

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